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Handbuch
jüdische Kulturgeschichte

B.II.1Dorf

Paulus Adelsgruber

Jüdisches Leben im Dorf wies im Vergleich zum Leben in den Städten und Shtetln sozial und rituell begründete Besonderheiten auf. Dazu zählte der alltägliche Austausch mit der nichtjüdischen Bevölkerung, die im ländlichen Bereich die Mehrheit stellte. Viele osteuropäische Dorfjuden standen als Schankwirte und Verwalter in Dienstverhältnissen zum Gutsadel, was ihnen einerseits Sicherheiten brachte, andererseits aber ihre prekäre Lage im Beziehungsdreieck Adel – Juden – Bauern begründete. Auch am Beispiel Niederösterreich zeigt sich die starke Bindung der verstreuten jüdischen Gemeinden an die Grundherrschaft. Juden waren vor der Vertreibung im Jahr 1670 zwar überwiegend als Händler und Handwerker tätig, mancherorts wurde aber auch von Juden und Jüdinnen betriebene Landwirtschaft toleriert.

Das Dorf als Lebens- und Erinnerungsraumnach oben

Quelle 1

 

„Das Dorf meines Vaters mag etwa achthundert, das Dorf meiner Mutter etwa siebenhundertfünfzig Einwohner gehabt haben. Jedes hatte je eine Kirche, eine Schule, einen Gutshof mit einem schönen Park, eine Schenke auf dem Dorfplatz, ein Gemeindehaus und einen alten Friedhof.“

 

„Die Dörfer meiner Kindheit ordnen meine Erinnerungen.“

 

Morgenstein, Soma: In einer anderen Zeit. Jugendjahre in Ostgalizien, Hrsg. und mit einem Nachwort von Ingolf Schulte. Lüneburg 1995, S. 162 u. 412.

 

Derart umreißt Soma Morgenstern in seinen ostgalizischen Kindheitserinnerungen die zentralen Koordinaten der dörflichen Welt, wie sie für viele osteuropäische Juden zur alltäglichen Umgebung gehörten. Da sein Vater Abraham als Gutsverwalter alle paar Jahre den Wohn- und Arbeitsort wechselte, lernte Soma eine Reihe von Dörfern (darunter Budaniv, Loschniv, Denysiv/Strypa) kennen. Es kam vor, dass die Familie die einzigen Juden im Dorf waren. Im Unterschied zum Leben in den Shtetln mit seinen Judengassen war man hier den nichtjüdischen Mitbürgern räumlich näher, Kontaktzonen waren Markt und Handel, Schankwirtschaften und Mühlen, Schulen sowie das Umfeld der adeligen Gutshöfe. So ritt etwa Abraham Morgenstern zur Erntezeit die Felder ab und maß den Getreideschnittern den Lohn zu, den sie zusätzlich zu jeder neunten Garbe erhielten. Und doch blieben die Lebenswelten mehr oder weniger getrennt: Im Fall der Familie Morgenstern trugen dazu neben den offensichtlichen Faktoren der religiösen und kulturellen Andersheit auch der soziale Status und das Bildungsniveau bei. Wie prekär sich die Lage um 1900 darstellen konnte, zeigt die Episode rund um den umherreisenden jüdischen Betrüger Schulem Jossel, der sich als „Apostel“ ausgab und ungebildeten Bauern das Geld aus der Tasche zog. Die Familie Morgenstern kam ihm zwar auf die Schliche, entschied sich aber aus Angst vor der Entladung des „Volkszorns“ gegen alle Juden im Dorf gegen die öffentliche Aufdeckung des Quacksalbers.

 

Sozialstruktur dörflichen Judentums in Osteuropanach oben

Das österreichische Kronland Galizien war bis zum Ende des 18. Jhs. Teil des einst mächtigen Flächenstaates Polen-Litauen, der seit dem späten Mittelalter die größte jüdische Bevölkerung Europas aufwies. Um 1770 lebten in der polnischen Adelsrepublik rund 800.000 Juden, davon etwa ein Drittel in Dörfern. In den östlichen Gebieten Polens (heutiges Weißrussland und die rechtsufrige Ukraine) war der Anteil der Dorfjuden noch bedeutend höher, da diese Gebiete erst ab der zweiten Hälfte des 16. Jhs. auf Betreiben der Magnaten stärker bevölkert worden waren. Die Ansiedelung von Juden, die häufig als Finanziers, Pächter und Unterpächter dienten, war dabei gezielt verfolgt worden. Der hohe jüdische Anteil am Land war auch ein Resultat der Aufenthaltsverbote, die einige Städte auf Druck der katholischen Kirche, des niederen Adels und später auch des aufkommenden Bürgertums verhängt hatten. Religiöse Intoleranz und wirtschaftliche Konkurrenz waren hierfür ausschlaggebend.

In sozialer und ökonomischer Hinsicht lassen sich drei – allerdings nicht scharf voneinander abgegrenzte – Gruppen innerhalb des Landjudentums Osteuropas festmachen:[1] Erstens die Gruppe der in den Dörfern ansässigen Händler, Hausierer und Handwerker; zweitens die Verwalter von adeligen Landgütern und die Pächter von Gastwirtschaften, Mühlen, Brennereien und Brauereien und drittens die verhältnismäßig kleine Gruppe der Bauern und Kolonisten. Die sehr verbreitete Praxis des (überwiegend polnischen) Adels, Juden als Verwalter von Landgütern und Pächter von Mühlen, Schänken, Schnapsbrennereien und Brauereien zu engagieren, wurde über die Jhe. zu einem prägenden Faktor für das Beziehungsdreieck Adel – Juden – Bauern. Die Mittlerrolle zwischen untertänigen, oft leibeigenen Bauern und der Welt des Adels brachte etlichen Juden einerseits Freiheiten und eine gewissermaßen gesicherte Existenz, andererseits führte sie zu einer Gefährdung in wirtschaftlichen und politischen Krisenzeiten. Juden in Mittlerrollen konnten nicht nur vom Adel fallen gelassen werden, gegen sie entlud sich immer wieder der Zorn der bäuerlichen Massen, wie etwa in extremer Form beim Kosakenaufstand von 1648.

Wie stark sich das Rollenverhältnis zwischen polnischen Grundbesitzern und jüdischen Pächtern im Bewusstsein verankert hatte, zeigt die pointierte Schilderung von Michał Strzemski, dem Spross einer kleinadeligen polnischen Familie, der sich noch im Jahr 1985 zurückerinnerte:

 

„Mein Großvater mütterlicherseits, der nicht mehr ‚auf einem Stück Land saß‘, meinte: ‚Ein polnischer Adeliger ohne einen Juden ist unvollständig!‘ Mein Großvater väterlicherseits hingegen, der noch ‚auf einem Stück Land saß‘, vertrat die Meinung: ‚Adliger ist man, solange man ein Stück Land und einen Juden hat!‘“[2]

 

Neben der Mittlerrolle zwischen Adel und Bauern kam Juden – und das war nicht auf Osteuropa beschränkt – auch jene zwischen Stadt und Land zu: Sie verkauften landwirtschaftliche Produkte in der Stadt und brachten als Hausierer oder „Dorfgeher“ städtische Handelswaren zu den Bauern aufs Land.

Staatliche und ideologische Verdrängungsprozessenach oben

Eine gesellschaftliche und staatlich geförderte Tendenz seit dem Ende des 18. Jhs. bestand darin, Juden aus dem ländlichen Raum in die Städte zu verdrängen. Grundlage dafür waren unter anderem die Vorstellungen der physiokratischen Wirtschaftstheorie, wonach Händler und Pächter grundsätzlich als „unproduktiv“ eingestuft wurden – im Gegensatz zu den „produktiven“ Ständen der Bauern und Handwerker. Auch jüdische Aufklärer, wie etwa der aus der russischen Grenzstadt Krzemieniec stammende Isaak Baer Lewinsohn (1788–1860), der später im galizischen Brody lebte, betonten die Notwendigkeit der Beschäftigung mit landwirtschaftlicher und handwerklicher Arbeit. Als Folge dieser Überlegungen wurde einige Jahrzehnte lang staatlicherseits versucht, Juden im Sinne von „Besserungsmaßnahmen“ als Ackerbauern anzusiedeln; die Ergebnisse blieben jedoch hinter den Erwartungen zurück. Am ehesten waren derartige Bemühungen in der Frühzeit in Galizien von Erfolg gekrönt. Hier sollen bis zum Jahr 1804 gezählte 1.099 jüdische Familien als Kolonisten angesiedelt worden sein. In Kongresspolen lag der Anteil der Juden unter der Bauernschaft im Jahr 1844 je nach Region zwischen 0,6 und fünf Prozent. So gab es etwa im Gouvernement Warschau 177 jüdische Bauernfamilien.

Von diesem Weltbild ausgehend, setzte sich die Überzeugung vom vermeintlich schädlichen Einfluss der jüdischen Pächter und Händler am Land durch. Die sozialen Probleme wurden dadurch jedoch verschleiert, denn diese lagen in der Realität in erster Linie im Verhältnis zwischen vorherrschendem Adel und rechtlosen Bauern.

Letztlich wurde durch den verstärkten Druck auf die Landjuden das starke Band zwischen Adel und Juden geschwächt, und das Bürgertum und der Kleinadel drangen in die wirtschaftlichen Positionen der Landjuden vor. Es waren jedoch alteingesessene Adelsfamilien selbst, die an den traditionellen Wirtschaftsbindungen mit den Juden festhielten und die staatliche Verdrängungspolitik, wie sie vor allem in Russland sehr ausgeprägt war, zumindest bremsten. So dekretierte St. Petersburg beispielsweise 1807 ein Verbot von jüdischer Pacht- und Schankwirtschaft in Dörfern und entlang von Handelsstraßen. Parallel dazu wurde die Neuansiedlung in den Dörfern untersagt, ab den 1820er Jahren kam es sogar zu groß angelegten Vertreibungen von Landjuden in die Städte. Auch wenn viele Maßnahmen kaum jemals lückenlos durchgesetzt wurden, so ist der Rückgang des Landjudentums dennoch deutlich nachweisbar. Damit einher ging die Verarmung der verdrängten Juden in den Städten. In Kongresspolen hörte sich beispielsweise das jüdische Schankwesen bis 1860 völlig auf. Der Prozentsatz der Landjuden ging in den polnischen Provinzen des Zarenreichs von über 30 Prozent auf 13,5 Prozent im Jahr 1897 zurück, 1921 betrug der Anteil nur noch sieben Prozent.

Beispiel Niederösterreichnach oben

Das Landjudentum war nicht nur ein osteuropäisches Phänomen, auch in den deutschen Staaten kam es ab dem 15. Jh. nach Vertreibungen aus den Städten zu größeren jüdischen Ansiedelungen am Land. Aufgrund ihrer Steuerleistung und ihrer Rolle als Kreditgeber kamen jüdische Ansiedler dem Adel gelegen.

Im Folgenden soll die Entwicklung des Landjudentums am Beispiel Niederösterreichs gezeigt werden. Hier kam es als unmittelbares Resultat der Vertreibungen der Juden aus Kärnten und der Steiermark in den Jahren 1496/97 zur Etablierung jüdischer Siedlungen. In der Blütezeit des jüdischen Lebens in Niederösterreich existierten auf der Grundherrschaft des Adels in rund 50 Dörfern und Märkten jüdische Ansiedlungen (insgesamt rund 400 Familien, entsprechend etwa 2.000 Personen). Die größte Anzahl an jüdischen Siedlungen existierte im 17. Jh. entlang der Donau, vor allem im Umkreis der Handelsstadt Krems, die selbst keine Juden tolerierte. Weitere geographische Schwerpunkte bildeten das nördliche Waldviertel (mit den größten Gemeinden in Weitersfeld mit 33 und Waidhofen an der Thaya mit 23 Familien) sowie die Handelsachse, die sich von der Wiener Peripherie über Wiener Neustadt bis zur ungarischen Grenze zog (z.B. Ebenfurth mit 45 und Zwölfaxing mit 25 jüdischen Familien). Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang die vor allem im alpinen Raum als Flurnamen erhalten gebliebenen mittelalterlichen Handelsstützpunkte („Judendörfer“). [3]

Die niederösterreichischen Juden waren überwiegend im Handel tätig. Die wichtigsten Handelsgüter waren Gebrauchswaren wie Tuch, Eisenwaren, Vieh, Federn, Felle, Wolle, Wein und Getreide; aber auch Luxuswaren wie Pfeffer, Safran und Tabak. Pfandleihhandel und Geldleihe sowie das Hausierertum – letzteres von den Landesfürsten immer wieder untersagt – wurden ebenfalls betrieben. Handelsnetzwerke bestanden über die Landesgrenzen hinweg, beispielsweise nach Nikolsburg (Mikolov) und Prag. Landbesitz und zünftisches Handwerk blieben den Juden grundsätzlich verschlossen, an der niederösterreichischen Peripherie schien es allerdings Ausnahmen gegeben zu haben: So war jüdischer Landbesitz etwa in der Gemeinde Weitersfeld offenbar durchaus üblich, Juden dürften hier als Klein- oder Nebenerwerbsbauern gelebt haben. Die Grundherrschaften setzten sich in dieser Frage demnach über die landesfürstlichen Verbote hinweg.

Die niederösterreichischen Judengemeinden stellten gemeinsam mit Vorarlberg in der frühen Neuzeit eine Ausnahme in den österreichischen Ländern dar, in denen ansonsten keine Juden geduldet wurden. Die Vertreibung der Juden aus Niederösterreich und Wien unter Kaiser Leopold I. in den Jahren 1670/71 beendete hier die relativ erfolgreiche jüdische Siedlungsgeschichte für die Dauer der nächsten 200 Jahre. Bemerkenswerte Kontinuitäten wurden im Fall der Gemeinde Weitersfeld nachgewiesen: Die von dort ausgewiesenen Juden siedelten sich in dem einige Kilometer entfernten südmährischen Grenzort Schaffa (Šafov) an und blieben als Händler und Handwerker weiterhin in der angestammten Region tätig – oft für dieselben Auftragsgeber wie vor 1671. [4]

Kleinstgemeinden und die Frage des Minjannach oben

Neben den erwähnten größeren Gemeinden Niederösterreichs gab es eine Vielzahl von Kleinstgemeinden, die durch Umzug oder Todesfälle immer wieder vom Verschwinden bedroht waren. Dabei handelte es sich nicht um jüdische Gemeinden (kehilot) im eigentlichen Sinn, da an diesen Orten die grundlegenden Einrichtungen (Synagoge, Friedhof, Mikwe) fehlten. Zumindest die Hälfte der rund 50 Siedlungsorte war allerdings groß genug, um selbstständig einen Minjan bilden zu können – also die für die Abhaltung von Gottesdiensten notwendige Anzahl von zehn Männern. War dies nicht der Fall, suchte man an den (hohen) Feiertagen die nächstgelegene jüdische Gemeinde auf. Dass Feiertage auch am Arbeitsplatz begangen werden konnten, zeigt ein Beispiel aus Wilfersdorf bei Mistelbach. Im dortigen Mauthaus wurde dem Tag der Tempelzerstörung gedacht, ohne die Arbeit gänzlich zu unterbrechen: „Neben dem Mautner und seinem Angestellten waren vor allem Nikolsburger Juden – wahrscheinlich durchreisende Händler – an der Maut anwesend. Zusammen konnte man einen Minjan bilden und […] den Feiertag begehen.“[5]

Das oft mühsame Zustandebringen des Minjan war für Dorfjuden von West bis Ost ein Thema – es fand auch Eingang in die Literatur. Der aus der Nähe von Kiew stammende Schriftsteller Scholem Alejchem (1859–1916) behandelte es in der kurzen Humoreske Der zehnte Mann (1910), in der er die verzweifelte Suche nach dem zehnten jüdischen Mann schildert: Ein jüdisches Ehepaar, das eine Schankwirtschaft betreibt, lässt seinen Sohn beschneiden; die Festgesellschaft, einschließlich Rabbi und Beschneider, ist versammelt, doch aus Versehen – der Schankwirt hatte in der Aufregung seine Frau als zehnten Mann mitgerechnet – wird der Minjan nicht erreicht:

 

Quelle 2

 

„Was soll man machen? Ein großes Dorf, jede Menge Gojim [Nichtjuden, Anm.]. Aber Juden, sie seien wohl unterschieden, nicht ein einziger. Schlimm! Man schaut noch einmal umher. Vor der Wirtschaft fährt eine Kutsche vor. Und in der Kutsche ein Fuhrmann. Hm, ein Fuhrmann? Na wenn schon, macht nichts, wenn es nur ein Jude ist. ‚Willkommen bei uns! (…) Ein Jude! Kommt rein, macht den Zehnten!‘ Ihr könnt Euch die Freude nicht vorstellen! Und nun seht Ihr, welch einen großen Gott wir haben. Ein ganzes Dorf voller Gojim, nichts können sie ausrichten, kommt ein Jude daher, ein armseliger Fuhrmann, und was passiert? Alles kommt in Ordnung!“

 

Alejchem, Scholem: Eisenbahngeschichten. Hrsg. von Gernot Jonas. Frankfurt am Main 1995, S. 224-229, hier 227f.

 

Zeigt Alejchem anhand dieser Episode die „Rettung“ des Festtages durch einen Juden, so schildert er noch in derselben Geschichte die Rettung eines ganzen Dorfes durch einen Goj: Als eine brennende Schabbatkerze umfällt und Haus und Dorf bedroht, springt der wackere „Schabbes-Goj“ Fjodor ein und lischt den Docht. Alejchem spielt hier mit der religiösen Vorschrift, die es gläubigen Juden unter anderem untersagt, am Feiertag ein Feuer anzuzünden oder zu löschen.

  1. Besonders in der Ukraine war die Akkumulation von „Berufen“ üblich. Die Schankwirte fungierten oft auch als Händler, Fuhrmänner und Schnapsbrenner oder konnten eine kleine Landwirtschaft betreiben. Vgl. Weinryb, Neueste Wirtschaftsgeschichte der Juden in Russland und Polen, S. 132.
  2. Strzemski, Das abgebrochene Gespräch, S. 85 (zitiert nach Haumann, Geschichte der Ostjuden, S. 36).
  3. Dazu zählen in Salzburg: „Judendorf“ bei Tamsweg, der „Judenhof“ (vor dem 18. Jh. als „Judendorf“ bekannt) in der Gemeinde Goldegg sowie die aus zwei Bauerngehöften bestehenden „Vorder- und Hinterjudendorf“ in der Gemeinde Fusch. Vgl. Klein, Judendörfer im Salzburgischen, S. 631-634. Weitere „Judendörfer“ sind in Oberösterreich, Kärnten und in der Steiermark bekannt.
  4. Damm, Weitersfeld/Schaffa, S. 196f. – Die Zahl der Juden von Schaffa wird für das Jahr 1691 mit 115 angegeben, für das Jahr 1794 findet sich die Zahl von 556 Juden. Vgl. ebd., S. 243.
  5. Staudinger, Zur Geschichte der Juden in Niederösterreich.

Literatur:

Bergman, Eleonora: Żydzi na wsi w Królestwie Polskim w XIX i XX wieku [Juden am Dorf im Königreich Polen im 19. und 20. Jh., Anm.], In: Żydzi na wsi polskiej. [Juden am polnischen Dorf] Sesja naukowa. Szreniawa 2006.

Damm, Alfred: Weitersfeld/Schaffa: Zur Geschichte einer jüdischen Landgemeinde an der mährischen Grenze in der Neuzeit. Eine Spurensuche. Wien 2012.

Haumann, Heiko: Geschichte der Ostjuden. München 41998.

Morgenstern, Soma: In einer anderen Zeit. Jugendjahre in Ostgalizien, Hrsg. und mit einem Nachwort von Ingolf Schulte. Lüneburg 1995.

Richarz, Monika/Rürup, Reinhard (Hg.): Jüdisches Leben auf dem Lande. Studien zur deutsch-jüdischen Geschichte. Tübingen 1997.

Staudinger, Barbara: „Gantze Dörffer voll Juden“. Juden in Niederösterreich 1496–1670. Wien 2005.

Staudinger, Barbara: Zur Geschichte der Juden in Niederösterreich 1496–1670/71. „Gantze Dörffer voll Juden“, In: Kulturzeitschrift David Nr. 63 (2004). <www.david.juden.at/kulturzeitschrift/61-65/63-Staudinger.htm > (11.5.2013)

Weinryb, Bernard D.: Neueste Wirtschaftsgeschichte der Juden in Russland und Polen. Von der 1. polnischen Teilung bis zum Tode Alexanders II. (1772–1881). Hildesheim/New York 1972 [1. Aufl. 1934].

Zitiervorschlag

Adelsgruber, Paulus: Dorf. In: Handbuch Jüdische Kulturgeschichte. URL: http://hbjk.sbg.ac.at/kapitel/dorf/. Version . .

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